Stadtteil u. Ortskern Kirtorf

Kirtorf ist seit 1972 Verwaltungssitz der Großgemeinde, gehört zum Vogelsbergkreis und hat derzeit 1313 Einwohner.

Höhe: 257 m ü. NN

 

Der Ortsbeirat Kirtorf beschreibt seinen Ort wie folgt:

 

Hier lässt es sich gut wohnen!

  • Geschäfte, in denen Sie alles für den täglichen Bedarf bekommen
  • Ärztliche Versorgung durch Allgemeinärzte und Zahnarzt
  • Apotheke
  • Grundschule mit Betreung bis 14.00 Uhr
  • Kindertagesstätte für Kinder von 1-6 Jahren
  • Altenpflegeheim "Haus am Gleenbach"
  • Ambulate Betreuung für Senioren durch "Zweckverband Soziale Dienste"
  • Reges Vereinsleben
  • Für Ideen und Anregungen sind wir immer offen!

 

Kirtorf fungiert als Zentrum der Großgemeinde und bietet eine ausgewogene Infrarstruktur (gesundheitliche Versorgung, Kinder- und Seniorenbetreuung, Einkaufsmöglichkeiten, sportliche Anlagen zur Freizeitgestaltung ...) für das tägliche Leben. 

 

Erste Erwähnung in 917/18 als "Gleene, wo die Kirche gebauet", wird auf Kirtorf bezogen, da das benachbarte Erbenhausen ebenfalls mitgenannt wird. Eine noch ältere Urkunde, von 780 bis 802 zu datieren, kann ebenfalls für Kirtorf in Erwägung gezogen werden. Später wird der Ort "Kyrchdorff" genannt, weil er jetzt Mittelpunkt eines mainzischen Sendgerichts (Sedessitz) von 40 umliegenden Dörfern ist, von denen heute nur noch 17 bestehen. Im Jahre 1205/6 ist Kirtorf fuldische Ortsvogtei der Grafen von Ziegenhain, die bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts Gerichtsherren sind. Durch den sogenannten "Romröder Kauf", kurz von 1366) konnten die hessischen Landgrafen in das Gericht eindringen, mußten aber das "Eußergericht", die Ortschaften außerhalb des Stadtgebietes, mit den Schenken zu Schweinsberg teilen, bis zu seiner Auflassung um 1803. Ihre letzten Rechte verloren die Adligen sogar erst 1848. Wahrscheinlich 1489 erhielt Kirtorf die Stadtrechte, da aus diesem Jahr ein noch vorhandenes Siegel stammt. Damit eng verbunden waren in der Folgezeit weitere Berechtigungen, wie Abhalten von Märkten, das Braurecht oder der Betrieb eines Stadtwirtshauses. 1527 hielt die evangelische Reformation ihren Einzug, und 1559 erbaute man ein Rathaus, das sogar den großen Stadtbrand vom 01. April 1725 heil überstand, während fast alle Gebäude und die Stadtkirche ein Raub der Flammen wurden. Dieses Rathaus legte man 1781 nieder und führte den heute noch vorhandenen Bau auf. Der dreißigjährige Krieg, brachte über Kirtorf und seine Gerichtsorte unsagbares Leid, Plünderungen und Verwüstungen. Die Bevölkerung wurde sehr stark reduziert und bis in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts hatte man Kriegsschulden zu bezahlen. In Folge der Reformen zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde eine Trennung der Verwaltung von der Gerichtsbarkeit durchgeführt. Kirtorf und die Orte des Eußergerichts wurden zum neu eingerichteten Landgericht Homberg gezogen. Kirtorf selbst erhielt 1821 einen eigenen Landratsbezirk, der aber bereits 1832 im neu gebildeten Kreis Alsfeld aufging. Im 3. Reich wurden Kirtorf die Stadtrechte aberkannt, die man erst 1958 mit vielen Märkten wieder erringen konnte. Durch den Grenzänderungsvertrag wurde Kirtorf 1971 Großgemeinde mit Verwaltungssitz. Zahlreiche Vereine pflegen des Kulturleben.
Sehenswürdigkeiten: Rathaus, Doktorhaus, Stadtkirche, Schmerofen, Hasenborn und vieles andere.


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