Berichte 2013

Bericht Seniorentagesfahrt nach Bad Homburg
Schönes Wetter ist bei den Tagesfahrten der Kirtorfer Senioren mittlerweile schon Programm. Auch bei dem ersten Ausflug für dieses Jahr war die Sonne ein ständiger Begleiter der Reisegruppe. Der erste Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Kirtorf, Herr Karl Dickhaut, begrüßte die Teilnehmer und wünschte allen einen interessanten und ereignisreichen Tag. Besonders begrüßte er die „Nichtkirtorfer“, die sich ebenfalls für diese Fahrt angemeldet hatten.
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Seniorennachmittag in der Gleentalhalle Kirtorf
Der Seniorenbeirat der Stadt Kirtorf hatte zu einem gemütlichen Nachmittag in die Gleentalhalle nach Kirtorf eingeladen.
Der 1. Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Kirtorf, Herr Karl Dickhaut aus Arnshain, begrüßte die anwesenden Gäste aus der Großgemeinde Kirtorf und bedankte sich für ihr Kommen.
Der Singkreis der Landfrauen Kirtorf eröffneten den Nachmittag mit gekonnt vorgetragenen Liedbeiträgen.
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Berichte 2012
Seniorentagesfahrt nach Darmstadt
Am 26. September starteten die Kirtorfer Senioren zu ihrer letzten Tagesfahrt in
diesem Jahr. Ziel waren Darmstadt und der Hessenpark. Bei unbeständigem Wetter fuhr man über die Autobahn Richtung Süden – und bei der Ankunft in Darmstadt schien sogar teilweise die Sonne, den
mitgebrachten Regenschirm brauchte man zum Glück nicht.
Eine Stadtführerin stieg in den Bus und erklärte den interessierten Kirtorfern ihre Stadt. Vorbei am „Langen Ludwig“, dem Marktplatz, dem Weißen Turm, dem modernsten Staatstheater in Deutschland, das
sich in unmittelbarer Nähe der St. Ludwigskapelle befindet, am Schloss mit dem Glockenspiel und am neuesten Bauwerk von Darmstadt, dem „darmstadtium, in das die alte Stadtmauer
integriert ist und eigentlich auch einen Aufenthalt wert gewesen wäre. Auf der Mathildenhöhe begaben sich die Ausflügler zu Fuß zum bekannten „Fünffingerturm“, der im Volksmund auch der
„Hochzeitsturm“ genannt wird, denn dort befindet sich die Außenstelle des Darmstädter Standesamtes. Zu Fuß ging’s weiter zu den verschiedenen Brunnenanlagen und zur Künstlerkolonie. Mit vielen
interessanten Eindrücken bestieg man wieder den Bus, der am neu restaurierten Jugendstilbad einen Stopp einlegte und die Gäste für knapp zwei Stunden in die Innenstadt entließ, damit sie das vorher
aus dem Bus Gesehene noch einmal selbst erkunden konnte. Danach brachte der Bus die Kirtorfer wieder Richtung Norden, wo im „Wirtshaus im Hessenpark“ schon die gedeckte Kaffeetafel wartete. Nach der
Stärkung erkundeten die Besucher die verschiedenen alten Bauwerke und kamen aus dem „Das-gab’s-bei-uns-auch“ gar nicht mehr heraus, sogar einem Köhler konnte man bei Belüften seines Kohlenmeilers
zusehen. Dann fuhr man mit dem Bus zur letzten Station dieses erlebnisreichen Tages, dem Landgasthof Fleischhauer in Büßfeld. Nach dem Genuss der schon am Morgen ausgesuchten Speisen ließ man den Tag
mit fröhlichen Liedern ausklingen, die von Margot Naumann auf ihrer Ovation-Gitarre begleitet wurden. Müde und erschöpft erreichten die Fahrtteilnehmer wieder ihren Heimatort und waren sich einig,
einen wunderschönen Tag erlebt zu haben.
Reisegruppe nach Darmstadt
Seniorenmehrtagesfahrt nach Stade
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Seniorentagesfahrt nach Bad Karlshafen
Der erste Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Kirtorf, Herr Karl Dickhaut, begrüßte die zahlreichen Teilnehmer und wünschte allen einen interessanten und ereignisreichen Tag. Besonders begrüßte er die „Nichtkirtorfer“, die sich ebenfalls für diese Fahrt angemeldet hatten.
Erster Programmpunkt für diesen Tag war der Besuch des Deutschen Hugenotten-Museums.
Das 1989 gegründete Museum befindet sich in einer ehemaligen Zigarrenfabrik in der Altstadt von Karlshafen und befasst sich mit der Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland. Die ersten Einwohner von Bad Karlshafen waren Hugenotten, die wegen ihres protestantischen Glaubens aus Frankreich vertrieben worden waren, und hier durch die Aufnahme der hessischen Landgrafen eine neue Heimat fanden.
Bei einer Führung durch die drei Stockwerke des Hauses erfuhren die Kirtorfer Besucher viel Wissenswertes über die Geschichte der Glaubensflüchtlinge in Frankreich und Deutschland.
Nach der Mittagspause erwartete ein Stadtführer die Gäste aus Oberhessen. Herr Schindewolf begann bei seinen Ausführungen mit der Stadtgeschichte von Bad Karlshafen.
Die Stadt wurde 1699 durch Landgraf Carl zu Hessen an der Mündung der Diemel in die Weser gegründet. Der Landgraf wollte mit
dieser Stadtanlage das Stapelrecht in Hann. Münden umgehen und den nördlichsten Punkt seiner Landgrafschaft auf dem Wasserweg mit der Hauptstadt Kassel verbinden. In der Mitte der Stadt bildet der
historische Hafen einen besonderen Anziehungspunkt. Obwohl der Kanalbau lediglich 17 km weit bis zur Ortschaft Hümme vorankam, hatte der Hafen in den Anfangsjahren regen Schiffsverkehr zu
verzeichnen. Die im schlichten bürgerlichen Barock erbaute Planstadt erhielt nach einer alten Fliehburg im Reinhardswald den Namen "Sieburg". Zu Ehren ihres Gründers wurde sie 1717 in Carlshafen
umgenannt.
Die ersten Bewohner in der Planstadt waren Hugenotten. Menschen, die wegen ihres protestantischen Glaubens in Frankreich verfolgt wurden und hier eine neue Heimat fanden. Die Flüchtlinge brachten
Handwerksberufe aus ihrer alten Heimat mit, die in Deutschland nahezu unbekannt waren, z.B. Strumpfwirker, Handschuhmacher und Hutmacher. Mit diesem Hintergrundwissen begann der Rundgang durch die in
weiten Teilen eindrucksvoll erhaltene Stadtanlage mit ihren symmetrisch angelegten Straßenzügen. Als Hauptbau machte sich für die Kirtorfer Gäste, direkt am Hafenbecken gelegen, das ehemalige
Pack- und Lagerhaus mit mächtigem Walmdach und zentralem Dachreiter bemerkbar. Das Haus wurde von 1715 bis 1718 erbaut und diente zugleich dem Landgrafen bei Besuchen als repräsentative
Unterkunft. Hier begann der einstmals bis Marburg geplante aber nur bis kurz
vor Hümme gebaute Landgraf-Carl-Kanal, von dem noch einige Relikte zu sehen waren. Das Gebäude ist heute
Sitz der Stadtverwaltung und der Kur- und Touristik-Information.
Eine weitere Sehenswürdigkeit war der „Hugenottenturm“. Er steht oberhalb von Bad Karlshafen auf einem steilen Berghang. Der Turm wurde im Jahre 1913 im Auftrag des Kaufmanns Johann Joseph Davin aus Bremen errichtet, dessen hugenottische Vorfahren in der Stadt Aufnahme fanden. Vom Rathaus führte der Rundgang weiter zum „Invalidenhaus“. Das erste öffentliche Gebäude der Stadt wurde als Altersruhesitz für ehemalige Offiziere und Soldaten des hessischen Heeres errichtet. An der Stirnseite des Hauses befindet sich eine 1708 fertig gestellte Kapelle, die den drei reformierten Gemeinden der Stadt als Gotteshaus diente. Heute wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt, die Kapelle von der neuapostolischen Gemeinde als Gotteshaus. Mittlerweile war man bei der Führung an den Kuranlagen angekommen und der Stadtführer berichtete über die Entwicklung von Bad Karlshafen zum anerkannten Heilbad.
1730 entdeckte der hugenottische Apotheker Jacques Galland die Solequellen. Er erkannte die Bedeutung seiner Entdeckung und
berichtete der landgräflichen Regierung von seinem Fund. Die Quelle wurde gefasst. 1763 wurde eine Saline, bestehend aus Pumpwerk und drei Gradierwerken aufgebaut. Es begann der Handel mit Salz. 1835
trat Hessen dem Zollverein mit Preußen bei, wonach die Salzgewinnung eingestellt wurde, um die norddeutschen Salzstädte zu stützen.
1838 wurde ein erstes Badehaus errichtet und die Solequellen zu Heil- und Kurzwecken genutzt. Die heilkräftige Sole wurde vor allem bei Asthma, Rheuma, Ischias und Bronchitis zur Behandlung der
Kurgäste eingesetzt. Einen weiteren Aufschwung des Heil- und Kurwesens brachte dann in 1955 die Anerkennung als Sole-Heilbad.
Den Titel "Bad" erhielt die Stadt im Jahr 1977 nach jahrelangen Vorbereitungen als absoluten Höhepunkt in der weiteren Entwicklung des Kurortes.
Ein neues Gradierwerk an der Weserpromenade wurde 1986 errichtet und 2004 eröffnete die Weser-Therme mit einer außergewöhnlichen
Saunalandschaft.
Im gleichen Jahr wird eine neue Solequelle erschlossen. Aus 1.150 m Tiefe sprudelt diese Quelle mit einem Salzgehalt von 23% und einer Vielzahl von gelösten Mineralstoffen. Das Heilwasser wird heute
im Kurzentrum, am Gradierwerk und in der Weser-Therme genutzt.
Letzter Programmpunkt für den Aufenthalt in der Barockstadt im Grünen war eine Schiffsrundfahrt auf der Weser. Auf dem Schiff wartete schon ein Stück Kuchen und Kaffee auf die Kirtorfer Gäste. Gemütlich beim Kaffeetrinken führte die Fahrt von der Kaimauer weseraufwärts am Gradierwerk und der Weser-Therme vorbei bis zum Sportboothafen, wo die "Hessen" drehte und dann flussabwärts fuhr. Vom Schiff aus blickte man auf die Einmündung der Diemel, den Hugenottenturm, die Hannoverschen Klippen mit der Aussichtsplattform "Weser-Skywalk", die Burg Herstelle und weitere Sehenswürdigkeiten im Dreiländereck Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Mit der Schiffstour endete der Aufenthalt in Bad Karlshafen und zurück ging die Fahrt in Richtung Heimat. Im „Landhotel Bechtel“ in Zella-Loshausen ließen die Kirtorfer Senioren ein ereignisreicher Tag in gemütlicher Runde ausklingen. Den Abschluss bildete das Mittlerweile zur Tradition gewordene gemeinsame singen nach dem Abendessen. Liedtexte wurden verteilt und Margot Naumann aus Kirtorf begleitete die gewünschten Lieder auf der Gitarre.
Reisegruppe Bad Karlshafen

Der Seniorenbeirat der Stadt Kirtorf informiert (02.04.2012)
Der Seniorenbeirat der Stadt Kirtorf hatte zu einem gemütlichen Nachmittag in die Gleentalhalle nach Kirtorf eingeladen.
Der 1. Vorsitzende des Seniorenbeirates, Herr Karl Dickhaut aus Arnshain, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste aus der Großgemeinde Kirtorf, besonders begrüßte er Rosemarie Müller, die Seniorenbeauftragte des Vogelsbergkreises. Frau Müller bedankte sich für die Einladung. Sie lobte das Engagement des Seniorenbeirates und dessen Aktivitäten rund um die Seniorenbetreuung.
Der Singkreis der Landfrauen Kirtorf eröffneten den Nachmittag mit gekonnt vorgetragenen Liedbeiträgen
Im Anschluss folgte ein Rückblick der durchgeführten Seniorenfahrten aus dem vergangenen Jahr. Jürgen Döring von der Stadtverwaltung Kirtorf hatte Bilder von den Tagesfahrten nach Hanau und Bad Kissingen, sowie der Mehrtagesfahrt in die Wachau zusammengestellt und präsentierte die Schnappschüsse über eine Großleinwand den Besuchern.
Es folgte der mit Spannung erwartet Vortrag von Dr. Kneip, Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie des Alsfelder Kreiskrankenhauses, über den Umgang mit Arthrose
Der Gelenkspeziallist stellte unzählige Faktoren vor, die zu Arthrose führen können, darunter Knochenbrüche, Gelenkentzündungen, Bänderverletzungen, Cortison-Injektionen, Diabetes Mellitus, Bindegewebsschwäche, Übergewicht oder erhöhte Harnsäurewerte. Auswirkungen und Erkennungsmerkmale seien Schwellungen, Ergüsse, Überwärmung der Körperstelle, eingehende Schmerzen, Bewegungseinschränkungen in Kombination mit beschwerdefreien Intervallen.
Detailliert führte Dr. Kneip den Ablauf von Arthrose mit Bildmaterial aus und nannte im Anschluss verschiedene Beispiele der Behandlung. Während in den 50er Jahren geschädigte Gelenke versteift und damit die Mobilität der Betroffenen eher noch mehr eingeschränkt wurde, habe sich im Laufe der Jahrzehnte ein Wandel in der chirurgischen Medizin vollzogen, so dass im 21 Jahrhundert moderne Prothesen in Hüften, Knie oder Schulter eingesetzt werden können, die die Lebensqualität der Patienten erhalten.
Jeder Gelenkersatz könne auch zu weiteren Komplikationen führen, sagte Kneip und beschrieb Auswirkungen wie Verkalkung, Verrenkung, Lockerung, Prothesen-Bruch, Nervenschaden oder Infekte, aber auch hier gebe es weitreichende Behandlungsansätze, beruhigte der Mediziner die Zuhörer.
Kritische Anmerkungen machte Kneip zu „teils nicht nachvollziehbaren" Krankenkassen-Praktiken. Fokussiert auf den Kostenfaktor gebe es Zeitverzögerungen, generelle Zweifel an der Notwendigkeit einer Operation oder die Vorgabe, welche Prothese in welcher Preisklasse verwendet werden dürfe. Obwohl doch als „höchstes medizinisches Gebot" die Gesundheit des Menschen und nicht „Mammon Geld" im Vordergrund stehen sollte. „Medizin sollte Medizin bleiben, nicht auf Kosten der Patienten", so der Chefarzt, der allen Betroffenen riet, in der Klinik oder beim Arzt ihres Vertrauens intensiv nach dem Operateur und dem Implantat zu fragen und danach, warum gerade dieses Modell zutreffe und letztlich die Frage zu stellen, ob der Arzt oder die Verwaltung das Implantat auswähle. Dies sei „eine durchaus berechtigte Frage".
Sein Ziel sei die Prävention, betonte Arno Kneip und vertiefte seine Ausführungen über „Arthritis. Auslöser könnten Infekte, Stoffwechselstörungen, Nährstoffmangel oder die Psyche sein, die über verschiedene Verlaufsformen und Arten bis hin zu Gelenkersatz führen können, weil die äußerst schmerzhaften Entzündungen an betroffenen Stellen nicht mehr gehemmt werden können und den Körper nachfolgend beeinträchtigen.
In Anlehnung an die tragenden Gesundheitssäulen des Gesundheits-Pfarrers und Wassertherapeuten Sebastian Kneipp, führte der Alsfelder Facharzt die fünf wesentlichen Grundfaktoren auf, die auch heute noch die Gesundheit positiv beeinträchtigen, nicht nur bei Arthritis: Gesunde, gute Ernährung, ausreichende Bewegung, positive Lebensführung und richtig angewandte Wasserkuren unterstützten das Wohlergehen des Körpers. Ergänzt mit Heilpflanzen, angereichert in verschiedenen Formen, könne jeder einzelne seine eigene Gesundheit fördern, ermutigte der Mediziner. Brennnessel und Beinwell seien bei Arthrose willkommene Helfer zur Linderung der Schmerzen.
Auch den letzten Schritt, die notwendige Gelenkoperation, erklärte der Gelenkspezialist in detaillierten Einzelheiten und anhand verschiedener Bilder, so dass er manchem Patienten die Angst vor einer OP schmälern und allen Anwesenden mit seinem Vortrag zu mehr Gesundheitsbewusstsein helfen konnte, wie am Ende aus verschiedenen Reaktionen der Zuhörer zu entnehmen war.
Nach diesem sehr interessanten und informativen Vortrag war es Zeit zum Kaffeetrinken. Die Landfrauen Kirtorf hatten ein leckeres Kuchenbüfett aufgebaut und versorgten die Gäste mit entsprechenden Getränken.
Bürgermeister Künz ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls einige Worte an die Anwesenden zu richten. Er bedankte sich bei dem Seniorenbeirat der Stadt Kirtorf, besonders bei dem 1. Vorsitzenden Karl Dickhaut, für das ehrenamtliche Engagement im Rahmen der Seniorenarbeit in der Großgemeinde.
Letzter Programmpunkt für diesen Nachmittag war die Vorstellung der geplanten Fahrten im Jahr 2012. Bad Karlshafen am 26.04.2012 ist das Ziel der ersten Tagesfahrt in diesem Jahr, es folgt eine Halbtagesfahrt nach Marburg am 04.07.2012. Ziel der Mehrtagesfahrt vom 13. bis 19.08.2012 wird Stade im „Alten Land" sein. Alle weiteren Informationen können aus der örtlichen Presse entnommen werden.
Mit Liedbeiträgen des Singkreises fand ein gelungener Seniorennachmittag der Großgemeinde Kirtorf einen würdevollen Abschluss.
